Über das Projekt
Gewolltes Gemüse verfolgt das Ziel, einen innovativen Dünger
auf Basis regionaler Schafwolle für den ökologischen Gemüsebau zu entwickeln.
Das Vorhaben
Vorbehandlung der Wolle
Die Wolle wird mechanisch aufgeschlossen und durch thermische Verfahren hygienisiert, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und ein sicheres Ausgangsmaterial zu schaffen. Ziel ist eine zuverlässige und reproduzierbare Aufbereitung für die weitere Verarbeitung.
Funktionalisierung der Wolle
Die vorbehandelte Wolle wird mit Mikroorganismen behandelt. Dadurch wird der Abbau der Fasern gesteuert und die Nährstofffreisetzung gezielt beeinflusst.
Düngeversuche
In Gefäß‑ und Gewächshausversuchen wird untersucht, wie schnell und in welchem Umfang Nährstoffe freigesetzt werden und wie Pflanzen darauf reagieren.
Versuche im Praxisbetrieb
Auf Gemüsebaubetrieben wird der Dünger unter realen Bedingungen getestet. Im Fokus stehen Ertrag, Qualität, Handhabung und Wirtschaftlichkeit.
Produktentwicklung
Ziel der Produktentwicklung ist es, die Nährstofffreisetzung gezielt zu steuern und die Düngewirkung an den Bedarf unterschiedlicher Gemüsekulturen anzupassen.
Wissenschaftliche Bewertung
Die Ergebnisse werden systematisch ausgewertet, um Düngewirkung, Bodeneffekte und Umweltverträglichkeit zu beurteilen.
Skalierung und Anwendung
Zum Projektende wird geprüft, wie der Dünger produziert, skaliert und am Markt eingesetzt werden kann.
Wissenstransfer und Kommunikation
Die Erkenntnisse werden über Fachartikel, Veranstaltungen und Online‑Formate an Praxis, Beratung und Öffentlichkeit weitergegeben.
Wissenstransfer und Kommunikation
Die Erkenntnisse werden über Fachartikel, Veranstaltungen und Online‑Formate an Praxis, Beratung und Öffentlichkeit weitergegeben.
Vorbehandlung der Wolle
Die Wolle wird mechanisch aufgeschlossen und durch thermische Verfahren hygienisiert, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und ein sicheres Ausgangsmaterial zu schaffen. Ziel ist eine zuverlässige und reproduzierbare Aufbereitung für die weitere Verarbeitung.
Düngeversuche
In Gefäß‑ und Gewächshausversuchen wird untersucht, wie schnell und in welchem Umfang Nährstoffe freigesetzt werden und wie Pflanzen darauf reagieren.
Funktionalisierung der Wolle
Die vorbehandelte Wolle wird mit Mikroorganismen behandelt. Dadurch wird der Abbau der Fasern gesteuert und die Nährstofffreisetzung gezielt beeinflusst.
Versuche im Praxisbetrieb
Auf Gemüsebaubetrieben wird der Dünger unter realen Bedingungen getestet. Im Fokus stehen Ertrag, Qualität, Handhabung und Wirtschaftlichkeit.
Produktentwicklung
Ziel der Produktentwicklung ist es, die Nährstofffreisetzung gezielt zu steuern und die Düngewirkung an den Bedarf unterschiedlicher Gemüsekulturen anzupassen.
Wissenschaftliche Bewertung
Die Ergebnisse werden systematisch ausgewertet, um Düngewirkung, Bodeneffekte und Umweltverträglichkeit zu beurteilen.
Skalierung & Anwendung
Zum Projektende wird geprüft, wie der Dünger produziert, skaliert und am Markt eingesetzt werden kann.
Der Innovationsansatz
Der Innovationskern des Projekts liegt in der gezielten Funktionalisierung von regionaler Schafwolle, um daraus einen organischen Dünger mit kontrollierter, zeitlich steuerbarer Nährstofffreisetzung zu entwickeln. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schafwolldüngern, die ausschließlich als Langzeitdünger wirken, soll der neu entwickelte Dünger exakt auf die Nährstoffbedarfe verschiedener Gemüsekulturen abgestimmt werden können.
Dies wird durch eine Kombination aus mechanischer Aufbereitung, thermischer Hygienisierung und mikrobiologischer Funktionalisierung erreicht. Die Wollfasern werden so vorbereitet, dass ihre Keratinstruktur gezielt aufgeschlossen wird. Anschließend erfolgt eine Beimpfung mit ausgewählten keratinabbauenden und pflanzenfördernden Mikroorganismen. Diese steuern den Abbau der Wollfaser und damit die Freisetzung der enthaltenen Nährstoffe.
Der innovative Ansatz verbindet dabei mehrere Ebenen:
die stoffliche Nutzung eines bislang unterwertigen regionalen Rohstoffs,
eine gezielte mikrobiologische Steuerung der Düngewirkung,
sowie die Entwicklung eines Produkts, das sowohl agronomische als auch ethische und ökologische Anforderungen erfüllt.
Der Zeitplan
APR 2026
Projektstart
DEZ 2026
Geeignete Mikroorganismen selektiert
Wolle mikrobiell funktionalisiert (Prototyp)
erste Gefäßversuche zur Nährstofffreisetzung und Umweltverträglichkeit erfolgreich durchgeführt
Projektwebseite erstellt
JAN 2027
Inokulationsnachweis im Rahmen der geplanten Gefäßversuche (vergleichende Versuche von nicht behandelter gegenüber inokulierter Schafwolle)
DEZ 2027
Düngeversuche mit funktionalisierter Wolle auf Praxisbetrieben durchgeführt und ausgewertet
Präsentation auf Veranstaltungen und Veröffentlichungen zu den ersten Zwischenergebnissen im Projekt
OKT 2028
Präsentation auf Veranstaltungen
Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachmedien zu den finalen Projektergebnissen
DEZ 2028
finale Formulierung für innovativen Dünger festgelegt
Produktionsskalierung mit regionalem Verarbeiter vorbereitet
Projektergebnisse verbreitet
Die Operationelle Gruppe
Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V.
Peter Schmidt
Die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e. V. ist die Dachorganisation der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg. Mit mehr als 450 Mitgliedern entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfügt die FÖL über ein breites Netzwerk aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gastronomie, Beratung und Forschung.
Seit über 25 Jahren setzt die FÖL erfolgreich Projekte zur Förderung regionaler Wertschöpfung, zur Entwicklung nachhaltiger Vermarktungsstrukturen und zur Stärkung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft um. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aufbau und der Begleitung regionaler Wertschöpfungsketten sowie dem Wissenstransfer zwischen Praxis, Forschung und Gesellschaft.
Im Projekt „Gewolltes Gemüse“ übernimmt die FÖL die Rolle des Leadpartners und verantwortet die Koordination der operationellen Gruppe. Sie sorgt für die organisatorische und inhaltliche Steuerung des Projekts, begleitet die strategische Entwicklung und stellt den Austausch zwischen allen Projektpartnern sicher. Gleichzeitig verantwortet die FÖL die Öffentlichkeitsarbeit und sorgt dafür, dass Projektergebnisse zielgruppengerecht an Landwirtschaft, Beratung, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit kommuniziert werden.
IFN Schönow e.V.
Tanja Stahn
Die etablierten Forschungseinrichtungen IFN Schönow e.V. und ILU e.V. agieren ab 2026 gemeinsam als Institut für nachhaltige Agrarforschung in den Bereichen Reproduktion, Tierhaltung, Lebensmittel und Umwelt.
In nationalen und internationalen Projekten werden aktuelle Fragen zur klimaangepassten Landwirtschaft, Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere, umweltgerechten Lebensmittelproduktion und Nutzung von Nebenstoffströmen bearbeitet und in die Anwendung überführt. Der Vermittlung von aktuellem Wissen und praktischen Fertigkeiten in der Aus- und Fortbildung kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu.
Im Rahmen des Projektes Gewolltes Gemüse übernimmt das IFN folgende Aufgaben:
- Erhebung der Anforderungen an den zu entwickelnden Dünger
- Funktionalisierung der Schafwolle mit Mikroorganismen (Bakterien und oder Pilze)
- Wissenschaftliche Begleitung der Praxisversuche
- (Mit-)Erarbeitung des Skalierungspotenzials und der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens
Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte (IASP) an der Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Olga Gorbachevskaya
Das IASP ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung, die innovative Lösungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis realisiert. Unser Ziel ist der schnelle Transfer anwendungsorientierter Forschung in kommunale, gesellschaftliche und betriebliche Anwendungen. Forschungsschwerpunkte sind die übergeordneten Themen Ernährung, Tierwohl, Stadtgrün und Biogene Rohstoffe. Vor allem in der Forschung zu biogenen Rohstoffen dreht sich alles um die Kreislaufwirtschaft. Dabei forcieren wir die stoffliche und energetische Verwertung von Nebenprodukten, um ökologische Nachhaltigkeit mit technologischer Wertschöpfung zu vereinen.
Ein besonderes Kompetenzfeld ist die Nutzung von Schafwolle im Garten- und Landschaftsbau. Dank langjähriger Expertise in Analytik, Feldversuchen und statistischer Auswertung bringen wir umfassendes Know-how sowie eine exzellente Infrastruktur in das EIP-Vorhaben ein.
Im Projekt übernimmt das IASPfolgende Aufgaben:
- Ökotoxikologische Tests: Prüfung der Auswirkung von neuartigem Dünger auf die Keimung und Entwicklung von Modellpflanzen.
- Gewächshausversuche: standardisierte Gefäßversuche unter kontrollierten Bedingungen mit ein- und zweikeimblättrigen Modellpflanzen bzw. Zielkulturen im Gemüsebau.
- Fachlabor: chemisch-physikalische Charakterisierung von Boden und Düngemitteln.
- Innovation: automatisierte Quantifizierung der Bodenatmung via CarbO₂Bot zur Ermittlung des Maßes an mikrobiologischer Aktivität und der Dynamik der Abbauprozesse der organischen Stoffe.
Bioland Ost e.V.
Tobias Kamphoff
Der Bioland Landesverband Ost e. V. ist einer der größten ökologischen Anbauverbände in Ostdeutschland und vertritt über 400 landwirtschaftliche Betriebe. Mit seiner leistungsfähigen Beratungsorganisation begleitet der Verband Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Anbau über Verarbeitung bis zur Vermarktung – und verfügt über umfangreiche Erfahrung in praxisnaher Forschung und Wissenstransfer.
Im Projekt übernimmt Bioland folgende Aufgaben:
- Agronomische Begleitung des Projekts
- Einbindung von Gemüsebaubetrieben und Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Düngeversuchen unter realen Anbaubedingungen.
- Bewertung der Praxistauglichkeit
- Unterstützung bei der Analyse der Wirtschaftlichkeit des Düngers aus Sicht der landwirtschaftlichen Betriebe.
- Wissenstransfer in die Praxis
Praxispartner
Good Food Syndicate – Lena und Philipp Adler GbR
Bio-Gärtnerei Watzkendorf GmbH
Bio-Alpakaland
Fläming Schäferei Körner
Kleine Schäferei Biesenbrow
Schäferei Jonas Scholz